Ein Pilzsammler, der sich an der empfohlenen maximalen Verzehrsmengevon 200 bis 250 g pro Woche orientiert (BMUV 2022) und pro Jahr 13 kg Wildpilze mit einer spezifischen Aktivität von 1 000 Bq/kg Cs-137 verzehrt, erfährt eine zusätzliche Strahlenexposition von rund 0,17 mSv pro Jahr. Dies entspricht rechnerisch in etwa der zusätzlichen Strahlenexposition durch Höhenstrahlung bei drei Flügen von Frankfurt nach New York.
Die beim radioaktiven Zerfall entstehende ionisierende Strahlung ist nicht zu sehen, zu hören, zu fühlen oder zu schmecken.
Cs-137 verhält sich im menschlichen Körper ähnlich wie Kalium. Es wird im Magen-Darm-Trakt fast vollständig resorbiert und im Körper annähernd gleichmäßig verteilt. Ein kleiner Teil des inkorporierten Cs-137 wird relativ rasch, der überwiegende Teil jedoch wesentlich langsamer wieder ausgeschieden (biologische Halbwertszeit 45-150 Tage, vereinzelt bis zu 200 Tage).